Olaf Lies: „Ich bin begeisterter Ingenieur.“
Shownotes
Für eine neue Folge des IdeenExpo-Podcasts „Zukunft Orange“ war Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies zu Gast. Im Gespräch mit IdeenExpo-Pressesprecher Sebastian Hertelt spricht er über seinen persönlichen Weg vom Ingenieur in die Politik, über Verantwortung im politischen Alltag und darüber, warum frühe Begeisterung für Technik und Naturwissenschaften so wichtig ist.
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Transkript Olaf Lies
Zukunft Orange, der Ideen-Expo-Podcast. Zukunft Orange, heute quasi aus dem Oval Office Niedersachsens. Wir sind in der Staatskanzlei und mir gegenüber sitzt jemand, der so richtig Ideen-Expo-Blut in sich trägt. Er ist Diplomingenieur Elektrotechnik, ehemaliger Wirtschaftsminister und vor allem seit Mai 2025 niedersächsischer Ministerpräsident. Ich freue mich riesig, dass es geklappt hat. Herzlich willkommen, Olaf Lies. Vielen Dank, ich freue mich auch, dass es klappt. Ich glaube, von den Personen gibt es nicht allzu viele, aber für die, die Sie vielleicht noch nicht kennen, stellen Sie sich doch mal ganz kurz in ein paar Sätzen vor. Blitzporträt. Was ihr über mich wissen solltet. Erstmal, ich tatsächlich bin begeisterter Ingenieur. Und dann steige ich mittendrin ein, habe vorher natürlich Schule gemacht, habe dann studiert Elektrotechnik, habe dann im Bereich Entwicklung gearbeitet, habe in der Bereich der Lehre gearbeitet, immer viele Projekte auch gemacht und kann das ganz gut gebrauchen, auch im politischen Werdegang. Bin dann irgendwann in die Kommunalpolitik gekommen, bin verheiratet, habe zwei Kinder, inzwischen auch schon ein Enkelkind und wohne in meiner Heimatgemeinde Sande. Und dort eben auch kommunalpolitisch aktiv. Dann 2008 in den Landtag gearbeitet. 2013 Wirtschaftsminister, dann Umweltminister, dann wieder Wirtschaftsminister und habe so, glaube ich, ein ganz breites Feld abgedeckt. Aber eins habe ich dabei immer geliebt und liebe ich weiterhin, unsere Ideen Expo. Jetzt haben Sie auch viele Kollegen hier um sich herum und Kolleginnen. Wenn man die fragen würde, was würden die sagen? Was ist so typisch Olaf Lies? Das ist eine gute Frage. Was ist typisch? Erstmal, der ist, glaube ich, immer früh da und lange hier. Dann nervt er mit ganz vielen Themen, die wir anfassen sollen. Also wir sind schon so in einer Zeit, wo man viel bewegen und viel machen kann. Ich glaube... dass das sicherlich ein Punkt ist. Und das Zweite hoffe ich, dass es so ist, dass sie merken, dass ich nicht irgendwo abgehoben an irgendeiner Stelle sitze, sondern Teil des Teams bin. Und das ist mir immer wichtig. Nur dann sind wir erfolgreich, wenn wir alle zusammen ein Team sind. Das Gefühl kommt dir auf jeden Fall auch rüber. Jetzt sind Sie Ministerpräsident. Das ist ja wirklich so eine der wichtigsten oder der wichtigste Job unseres Landes hier. War das schon immer so ein Traum, da mal hinzukommen? Oder wie war das? Nein, also Politik war eigentlich ganz früh, ich bin mit meiner Mama aufgewachsen, gar kein Thema so wirklich. Das kam mir später mit nach der Ausbildung mit dem Studium und das war so der Zugang zu Politik und dann war es eher das Interesse und die betriebliche Organisation, Gewerkschaftsarbeit, aber Politik spielte eine inhaltliche, aber keine persönliche Rolle in der Arbeit. Das ist tatsächlich eher der Zufall gewesen, dass dann Menschen, die mich kennen, gesagt haben, Mensch, du engagierst dich da so, du hast nicht Lust in der Kommunalpolitik mitzumachen. Also direkt vor Ort, da wo die Menschen spüren, was du entscheiden kannst und ja, alles andere ist ehrlicherweise auch ein Stück Zufall immer, also Der Landtagskandidat hatte die Landtagswahl verloren, wollte nicht wieder antreten. Olaf, hast du nicht Lust dazu? Und wenn ich was mache, dann mache ich es immer mit einem, andere würden sicherlich sagen, übertriebenen Ehrgeiz. Aber sagen wir mal mit einem großen Ehrgeiz, da würde ich bei bleiben. Und deswegen wollte ich nie, wenn ich im Landtag bin, irgendwo sitzen, sondern wollte ich auch aktiv mitgestalten. Und insofern hat das immer große Freude gemacht. Und mit Stefan Weil im Team war das wirklich großartig. Und als er dann für sich entschieden hat, er möchte nicht weitermachen, da war es ein Stück weit fast normal, dass dann der Weg auch zu mir ging. Aber gab es da so ein bestimmtes Thema, was dich so politisiert hat? Oder wie genau kam das? Oder war es so ein bisschen eine Gemengelage eher? Nein, das war tatsächlich die Kommunalpolitik. Also das, was vor Ort angeht. Und dann bist du extrem breit aufgestellt. Das geht von Bildungssozialpolitik über Infrastruktur. Das spielt eine Rolle. Eigentlich bildest du in der kommunalen Ebene all die zentralen Themen, die wir auf Bundes- und Landesebene haben, ab und gehst aber ganz praktisch vor Ort. Das ist faszinierend. Also Politik nicht als etwas Theoretisches zu machen, sondern anzufassen und selber zu gestalten. Das hat mir große Freude gemacht und ich glaube, dass uns das auch gelingen muss, den Menschen in unserem Land zu zeigen, dass diese Form der Selbstverwaltung, diese kommunale Selbstentscheidung und Verwaltung, die wir haben, dass das etwas Großartiges ist und ich glaube, damit können wir viele Menschen vielleicht auch sogar gewinnen, Spaß an Politik zu haben. Also Sie haben den auf jeden Fall, das merkt man. Wie verändert sich denn auch so diese politische Verantwortung? Sie waren jetzt auch vorher schon in verschiedenen Bereichen Fachminister, dann wirklich auch zum Ministerpräsidenten. Das ist echt ein Riesenunterschied. Das muss man sagen, das weiß man natürlich, gerade wenn ich über zwölf Jahre auch mit Stephan Weil ja zusammengearbeitet habe. Also man weiß das und trotzdem, wenn du diese Aufgabe wahrnimmst, ist es noch was anderes. Deswegen habe ich nicht ohne Grund vorher gesagt, ich begegne der Aufgabe mit großem Respekt und den habe ich auch. Aber in der Aufgabe hilft es nichts mehr Respekt zu haben. In der Aufgabe musst du anpacken. Und das muss man jetzt nochmal ganz anders. Also man ist über die Ministerpräsidentenkonferenz ganz anders auf der Bundesebene verzahnt über alle zentralen Themen hinweg. als Ressortminister der Fall ist. Und du bist in der Verantwortung für die kommunale Seite ein ganz anderer Ansprechpartner, als wenn es nur um ein Thema geht. Also man hat sozusagen die gesamte föderale Ebene von der kommunalen Ebene bis zur Bundesebene und viele europäische Fragen, die auch eine zentrale Rolle spielen. Und du hast eben auch eine Verantwortung für das Zusammenhalten einer Regierung. Und das ist schon ein Unterschied, ob du Ressortminister bist und dein eigenes Interesse vertrittst und das oben anstellst oder ob du eben auch die Aufgabe hast, ein Stück ausgleichend zu sein. Das ist herausfordernd, macht große Freude, wirklich macht große Freude, aber es ist nochmal was wirklich anderes. Gibt es noch was, was Sie dann überrascht hat bei der neuen Stelle, sage ich mal? Ich glaube, das Überraschende ist tatsächlich die Intensität. Man ahnt, was da kommt, man weiß als Ressortminister, was man gemacht hat. Wenn du dann plötzlich mittendrin steckst mit unglaublich vielen schnellen Themen und Entscheidungen, dann ist es nicht überraschend, aber es ist dann doch noch intensiver, als du es dir eigentlich vorgestellt hast. Aber auf der anderen Seite auch eine große Chance, über die Themen hinweg eben auch ein Stück Zukunftsgestaltung vorzunehmen. Also es macht große Freude, aber es ist schon sehr intensiv. Ja, vor allem auch immer so die Herausforderung, dann auch so dieses große Ganze wirklich dann im Blick zu haben. Ja, das stimmt. Das ist auch so. Das ist manchmal schwierig, weil du natürlich auch sehr klar fokussiert auf einzelne Themen bist und du musst immer abwägen. Und das fängt an bei den Ministerkonferenzen, jetzt bei der Ministerpräsidentenkonferenz auch. Es gibt ein Einstimmigkeitsprinzip. Das heißt, wenn 16 Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten es schaffen, einen gemeinsamen Beschluss hinzubekommen, haben wir es beim Auto zum Beispiel geschafft, dann ist das ein hoher Wert, weil er unterschiedliche regionale Interessen, unterschiedliche politische Interessen, unterschiedliche persönliche Sichtweisen bindet, bündelt und daraus was Gemeinsames macht und das ist eine Herausforderung, aber wenn uns das gelingt, ist es auch ein Riesenerfolg. Jetzt habe ich gerade schon mal eben ein bisschen auch erfahren, Ihr Terminkalender ist ja wahnsinnig voll, Sie sind ganz viel unterwegs in ganz Niedersachsen, Was wäre denn da so der ungewöhnlichste Ort, an dem Sie jemals eine Entscheidung getroffen haben? Der ungewöhnlichste Ort? Das ist eine gute Frage. Also das Schöne an dieser Aufgabe ist, dass die Orte nochmal vielfältiger werden. Also als Umwelt- und Verkehrs- und Wirtschafts- und Energieminister kennt man die Orte, wo man ist. Das Besondere ist hier, man ist ganz woanders. Man ist in Schulen, man ist in sozialen Einrichtungen. Ich war vor kurzem im Praktikum, habe das bei der Tafel gemacht oder ich habe jetzt ein Praktikum gemacht in der Kindertagesstätte. Also das sind schon ungewöhnliche Orte, weil dann Vielleicht entscheidest du da nichts, aber du bekommst Prägungen für Entscheidungen mit. Und das ist anders, ob du in der Kindertagesstätte neben den Aufgaben, die du in der Zeit wahrnimmst, mit den Erzieherinnen und Erziehern sprichst und mal so einen Impuls bekommst und dich das prägt oder in der Tafel tatsächlich erlebst, wo ist die reale Schwierigkeit. Also es ist nicht die Entscheidung, die vielleicht dort getroffen wird, aber das prägt dich für die weiteren Entscheidungen. Deswegen ist es immer so wichtig, aus diesem Alltag auszubrechen, dem Entscheidungsalltag und immer wieder die Praxisnähe zu suchen. Ja, vor allem auch vor Ort so mitzuerleben, was die Menschen wirklich bewegt und auch was für Folgen dann die Entscheidungen haben. Gab es auch mal so einen Moment, wo Sie dann gemerkt haben, okay, da habe ich jetzt was in die Wege geleitet und es hat funktioniert und dann so waren, ja genau, deswegen mache ich das jetzt hier. Ja, das gibt es auch. Es gibt auch genau die Entscheidung, wo du merkst, ich weiß gar nicht, wie wir aus dieser Situation rauskommen. Es gibt auch die extrem emotionalen Elemente, das muss man sagen. nämlich an den Besuch einer ukrainischen Schule, die eben eine Schule hier in Hannover besucht hat, wo wir das Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern hatten. Und du natürlich merkst diese Sorge, diese Angst, diese Verzweiflung der Schülerinnen und Schüler. Das geht dir total nahe, also es ist extrem schwer, dann eben ganz normal und nüchtern zu sein. Das kann man eigentlich gar nicht, muss man übrigens auch gar nicht. Und dann merkst du wieder, wie schwierig Politik ist, weil du wünschst dir so sehr, dass du einen Beitrag dazu leisten kannst, dass die Situation sich verbessert und wir merken glaube ich gerade alle, wie schwierig das ist, solche Konflikte zu lösen. Also das ist schon oft der Fall und das hast du in so großen Fragen, wie wenn du die Schülerinnen und Schüler der Ukraine nimmst, das hast du aber auch in kleinen Fragen, wo du merkst, es muss doch möglich sein, das zu lösen. Du merkst selber, wie schwierig das selbst mit den Möglichkeiten, die man in dieser Rolle hat, ist. Aber wahrscheinlich dann auch gerade, umso schöner ein Teil der Lösung sein zu können. Ja, auf jeden Fall und das schaffen wir ja auch immer wieder, indem wir sagen, wie können wir eigentlich Dinge verändern und zwar verändern, um sie besser zu um es leichter zu machen. Wie schaffen wir mehr Wohnraum? Wie schaffen wir im Bereich der Schule mehr Digitalisierung? Also Teil der Lösung zu sein mit relativ großen Entscheidungen. Wir haben jetzt gerade einen Haushalt beschlossen. Wird 14,5 Milliarden Euro Investitionen undenkbar in der ganzen Zeit, in der ich in der Politik bin. Also dann Teil einer Lösung zu sein mit all den anderen, die daran mitgewirkt haben und hoffentlich dann morgen auch zu sehen, es verändert sich was. Du siehst das richtig. Das ist schon etwas, was Freude macht. Wir kommen einmal zur nächsten Kategorie und die heißt so. Der Startschuss. Angefangen hat ja alles bei Ihnen in Wilhelmshaven, da haben Sie auch Elektrotechnik studiert. Was hat Sie damals so daran fasziniert? Also das war schon in der Schulzeit so, dass ich erstens eine große Technikbegeisterung hatte, mir gerade Mathematik und Technik, also gerade auch Physik, große Freude gemacht hat, sodass für mich feststand, dass ich nach der Schule, ich bin dann nach der 10. Klasse abgegangen, unbedingt eine Ausbildung machen wollte, was Praktisches machen wollte. Ich habe dann Funkelektroniker gelernt, das hat wiederum große Freude gemacht, auch wenn die Ausbildungszeit manchmal nicht ganz einfach ist, aber das... War faszinierend. Also ich wusste, da will ich weitermachen und dann habe ich wieder Schule gemacht, habe dann studiert. Also der Weg war jetzt nicht so, ich weiß nicht, was ich machen soll, sondern es war von Beginn an klar, es muss was Technisches sein und das Thema Elektrotechnik hat mich immer fasziniert. Inwiefern hilft denn auch das vielleicht heute noch in Ihrem politischen Alltag weiter, diesen Blickwinkel zu haben? Also ich glaube sehr. Man kann sich ja fragen, was ist eigentlich die richtige Qualifikation, um verantwortungsvoll Politik zu gestalten? Da gibt es nicht die eine. Das muss man sagen, das macht gerade die Mischung aus. Deswegen... sind ja auch Parlamente ein Abbild der Gesellschaft und auch in der Regierung sind wir eine bunte Mischung. Aber das Rationale, das der Ingenieur hat, das sozusagen Faktenbasierte in der Entscheidung, das Analysieren und Überlegen und bleib mal bei einem Beispiel, weil ich eben Elektrotechnik studiert habe, ist das Thema Regelungstechnik ein komplexes Thema und das könnte man jetzt technisch aufarbeiten, aber das ist wie im Alltag. Ich kann nicht Entscheidungen treffen und sagen, die sind jetzt nun mal so getroffen, die kann ich nicht mehr verändern und ich muss immer den Sachstand nehmen und jetzt kommt der Regelungstechniker, ich muss die Ausgangsgröße auf den Eingang zurückführen und Und immer wieder neu bewerten. Also sozusagen das Praktische der Regelungstechnik, das man in der Physik wiederfindet, findet sich auch im realen Leben wieder. Das ist gar nicht so schwierig, das zu adaptieren oder so zu denken. Und das hilft mir manchmal, sozusagen nicht zu verharren oder sich zu verbeißen. Und zu sagen, nee, nee, du musst immer gucken, was passiert. Und überleg mal unter dieser Erkenntnis, wie du eigentlich jetzt entschieden hättest. Wo sehen Sie denn auch aktuell so die größten Chancen für junge Ingenieurinnen und Ingenieure bei uns in Niedersachsen? Also wir sind ja mitten in einer Veränderungsphase. ist das eine schwierige Lage. Das gehört schon sicherlich zur Wahrheit dazu. Wirtschaftlich nicht ganz einfach. Oder genau die Zeit, in der Zukunft gestaltet wird. Das ist das Thema Innovation. Wir haben die Innovation in der Digitalisierung. Die ist wirklich enorm. KI sind ja gigantische Entwicklungen, die wir haben. Möglichkeiten, die sich ergeben. Wir haben es im Bereich des Klimaschutzes. Also neue technische Lösungen auf den Weg zu bringen, die unsere Gesellschaft nachhaltiger machen. Also gerade die MINT-Berufe, gerade die ingenieurwissenschaftlichen Berufe sind die, die dafür sorgen, dass die Zukunft morgen nicht heißt, hier geht nichts mehr, weil wir ja Ziele erreichen wollen, sondern wir erreichen die Ziele nur, weil wir technisch fortschrittlich sind und ich glaube gerade für Menschen, die sich heute aufmachen, junge Menschen und sagen, ich will auch was Technisches machen, die sind sozusagen die Schlüssel zu disruptiver Veränderung, die sind die, die sagen, Mensch, ich nehme so viele neue Ideen mit und ich gucke mir das an und ihr habt in den letzten Jahrzehnten vieles so Schritt für Schritt verändert, lasst uns das doch mal neu denken und das ist eine Riesenchance und ich glaube, das wird auch vielen große Freude machen. Vor allem ich finde es dann auch immer sehr überraschend, wie schnell die Entwicklungen dann kommen. Also auch wie viel KI jetzt mittlerweile auch im Alltag benutzt wird. Vor drei, vier Jahren gefühlt war das zumindest bei uns auch noch gar kein Thema. Stimmt. Was sind denn da so die technologischen Entwicklungen, wenn wir vielleicht jetzt mal so versuchen, so einen kleinen Ausblick zu geben in die nächsten zehn Jahre, was da dann entscheiden wird? Das ist mal eine spannende Frage. Also wenn ich mir tatsächlich ansehe, wie das Thema mit Chat-GPT, mit der Frage von Sprachmodulen, die in der Lage sind, Dinge aufzugreifen... ganz andere Kommunikation zu ermöglichen. Wenn ich das Thema KI als Chance nehme, gigantische Datenmengen zu generieren und aber auch zu verarbeiten, dann würde ich mal sagen, bei dem Beispiel, was Niedersachsen auch faszinierend ist, ist natürlich immer das Auto. Dann wird das autonome Fahren ein Teil dieser Lösung sein. Die technischen Entwicklungen, was sozusagen Leistung, Performance angeht und was Algorithmen, also KI angeht, die sind so enorm, dass wir so schnelle Fortschritte sehen, dass wir heute manchmal denken, fahren. Das sieht man so mal als Modell, eine große Schild drüber, Vorsicht, autonomes Fahren, das wird sich umdrehen. In zehn Jahren wird es völlig normal sein, dass wir Fahrzeuge kaufen, die eben diese Fähigkeit haben oder eben auch genauso eingesetzt werden und so kann ich das für andere Themen auch nehmen. Wir werden viel intelligenter zum Beispiel die Energie nutzen können, weil wir über KI, über Vorhersagen viel deutlicher und Prognose genauer sagen können, wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt, Geräte zu betreiben, Energie zu nutzen, wann muss ich es sozusagen in der Vorbereitung schon minimieren, also eigentlich ist die KI die Digitalisierung der Schlüssel zur nachhaltigen Entwicklung. Und das, glaube ich, muss uns klar werden. Es ist nichts, wo wir Sorgen haben müssen, sondern es ist etwas, was wir viel aktiver und viel mutiger angehen müssen. Ja, und gerade auch diese Dynamik ist ja für junge Menschen dann super spannend, weil sich da ja ganz neue Möglichkeiten und Berufsfelder auch erschließen. Ja, klar. Und ich finde, wir haben das immer so mit einer gewissen Skepsis betrachtet, auch junge Leute, die sich auch mit Spielen, mit Videospielen beschäftigen, also Gaming beschäftigen. Aber gerade Gamification... ist ja sozusagen der Schlüssel für eine Weiterentwicklung. Also wir sehen, dass vieles, was wir vielleicht auch als Eltern im Alltag skeptisch gesehen haben, für junge Menschen in der Ergänzung zu einer fachlichen Qualifizierung, zu einer Ausbildung, zum Studium, genau die richtige Herangehensweise ist, weil die Themen anders sehen und weil sie merken, wie sie es eigentlich schaffen, andere Menschen für neue Technologien zu begeistern und nicht nur zu sagen, das wäre gut, wenn ihr es macht, sondern aus ihrer Lebenserfahrung heraus begeistern sie andere. Und das ist großartig, das kombiniert Mit fachlicher Kompetenz ist es, glaube ich, eine Riesenchance, dass wir in Deutschland eine Chance haben, weiter ein hoch innovatives Land zu sein. Ja, oder auch halt in Niedersachsen innovativ zu bleiben. Wie schaffen wir es denn oder was müssen wir tun, um diesen Schwung auch wirklich hier bei uns vor Ort dann mitzunehmen? Naja, ich glaube, wir müssen Zukunftsbilder zeichnen. Und deswegen ist das schon eine schwierige Lage gerade. So alle sprechen davon, wie geht es eigentlich mit der Industrie weiter? Gelingt das mit der Transformation? Das ist ein bisschen eine sorgengeprägte Phase. Erstmal müssen wir sagen, das war schon immer so. Als ich mit dem Studium fertig war, war es die gleiche Situation. Keine Nachfrage nach Ingenieuren, wir hatten eine hohe Qualifikation, aber es war total schwer, in den Markt zu kommen. Also es ist immer so. Also wir müssen genau in dieser Phase, wo wir gerade merken, es läuft nicht so gut, da müssen wir es schaffen, junge Menschen zu begeistern, damit sie Teil dieser Zukunftsentwicklung werden können. Und ich glaube, das müssen wir aufzeigen, dass da eine Perspektive drinsteckt, dass jetzt genau der richtige Zeitpunkt ist und dass es technologisch jetzt eben auch gehen kann. Wir können es schaffen, weiter Vorreiterland der Industrie zu sein. Wir werden nur wegkommen von Wir machen es Schritt für Schritt besser als andere. Hinzu, wir machen es ganz anders und nehmen damit eben eine Vorreiterrolle ein. Was für einen Rat würden Sie jungen Menschen geben, die sich jetzt gerade wirklich aktiv für MINT interessieren, vielleicht noch in der Schule sind, kurz davor sind, die fertig zu machen? Was würden Sie denen gerne mit auf den Weg geben, die das jetzt hier hören? Also erst mal sich nicht abschrecken lassen. Also erstens nicht abschrecken lassen von, ist das überhaupt noch ein Zukunftsberuf? Ja, definitiv. Und zwar einer der zentralen Zukunftsberufe. Zweitens nicht abschrecken lassen von, ah, kann ich das? Doch, klar, weil wenn du Spaß daran hast, dann geht das auch. Du kannst immer die Dinge, zu denen du Lust hast, für die du dich begeisterst, wo du nicht lernst, um das Lehren und Bestehen Willens, sondern lernst von Begeisterung, es zu wissen und greifen und begreifen zu können. Und ich finde, es ist einfach eine total faszinierende Zeit. Wir leben in einer Zeit, ehrlicherweise maximaler Veränderung. Und die einen sagen dann maximale Veränderung, oh Gott, ich habe Angst, das schreckt mich ab. Und die anderen sagen halt, maximale Veränderung, das ist doch meine Chance. Die kann ich mitgestalten, die kann ich mit eine Struktur geben und Zukunft am Ende auch an der Zukunft mitbauen. Und das, glaube ich, ist das, was uns heute gelingen muss, jungen Menschen aufzuzeigen, ihr seid diejenigen in dieser Zeit, wo es so viele Veränderungen gibt, wo ihr die Gestalter eurer eigenen Zukunft übrigens seid und wir unterstützen euch gerne. An der Zukunft mitbauen ist ja auch so quasi die Grundidee von der Ideen Expo. Erinnern Sie sich da noch an Ihr erstes Mal Ideen Expo? Ja, na klar. Die Ideenexpo hat mich ja immer fasziniert, weil ich natürlich so ein Praktiker bin. Ich finde es gut, wenn mir Leute was erklären. Ich finde es auch gut, wenn ich mir was anlesen kann. Ich finde es aber noch besser, wenn ich was ausprobieren kann. Ich glaube, das geht vielen so. Und das war noch in der Oppositionszeit, als wir zum ersten Mal als Wirtschaftsausschuss auf der Ideenexpo waren und ich zum ersten Mal mit der Begeisterung konfrontiert war, junge Menschen zu sehen, die Spaß daran hatten, sich mit Technik auseinanderzusetzen. Und ich natürlich auch gesehen habe, aufwand sich die unternehmen ran gemacht haben junge menschen auch zu faszinieren weil das ist das besondere bei der ideen expo dass die unternehmen die stehen ja mittelpunkt die dort im ausstellen und im ausstellen nicht im sinne von zeigen sondern sinne von mitmachen das hat mich schon beim ersten mal fasziniert und so war das ehrlicherweise jedes mal danach wir haben auch die kinder und jugendlichen die dann wirklich komplett die zeit vergessen teilweise komplett in der eigenen welt sind finde ich auch immer total faszinierend erinnern sie sich da noch an ein exponent was sie besonders fasziniert hat ja tatsächlich das habe ich sogar noch. Das war eine Gießerei, also wir haben tatsächlich Form gießen können, das ist so ein Gehäuse einer Windenergieanlage, das steht sogar noch bei mir, weil das fand ich so faszinierend, dass du sozusagen auf der Ideen Expo etwas machst, was du sonst in so einem Umfeld nie findest. Und das war sozusagen neben all den anderen technisch faszinierenden Dingen sowas richtig Praktisches. Und zum ersten Mal konnten junge Menschen etwas ausprobieren, was sie vielleicht sogar nie in ihrem Leben wieder können, aber sie haben sich mit einem Thema beschäftigt, das wird ihnen in Erinnerung bleiben. Und das fand ich total faszinierend, aber Auch der Rest ist natürlich großartig. Jetzt sitzen wir ja heute zusammen im Ideen Expo Podcast. Also wir sind quasi heute auch wirklich direkt an der Quelle. Und im nächsten Sommer ist es ja wieder soweit. Haben Sie denn einen Wunsch für die kommende Ideen Expo? Kann alles sein. Ja, den Wunsch, den ich erstmal habe, das will ich auch an dieser Stelle sagen. Erstmal ein großes Dankeschön an das ganze Team der Ideen Expo. Volker Schmidt und seine ganzen Kolleginnen und Kollegen, weil ohne die wird es gar nicht gehen. Großen Dank an die Unternehmerinnen und Unternehmer. Und jetzt kommt mein großer Wunsch. Nicht nachlassen. Ich kenne das. Schwierige Lage. Man überlegt, ist es überhaupt notwendig? Kann ich nicht mal warten? Muss das diesmal sein? Und ich kann nur sagen, ja. Das, was wir gerade besprochen haben. Die Zeit der größten Veränderung ist die Zeit, junge Menschen zu begeistern, Teil dieser Veränderung zu sein. Und deswegen ist mein großer Wunsch, dass die Unternehmen trotz der schwierigen Lage, die will ich nicht verkennen, ich weiß das, dass sie dabei bleiben. Dass die Frage von Fachkräften und Nachwuchs keine Frage ist, wenn es einem wirtschaftlich gut geht, sondern auch eine Frage ist, wie es uns morgen weiterhin wirtschaftlich wieder gut gehen kann. weil dafür brauche ich die Fachkräfte nämlich. Und das ist eigentlich mein großer Wunsch. Wenn die Unternehmen dann da sind, dann machen die das in einer grandiosen Art und zeigen uns, glaube ich, auch, wie faszinierend Technik ist. Und es ist ja auch wirklich ein starkes Zeichen für Niedersachsen auch als Zukunftsland, weil so eine Veranstaltung hat ja wirklich sonst niemand in der Form. Nein, das ist großartig. Also das muss man wirklich sagen. Was da auf die Beine gestellt worden ist, ist faszinierend für die, die hingehen, aber ehrlicherweise sind wir auch stolz darauf. Und ich finde, das dürfen wir noch mehr sein, dass wir so etwas in Niedersachsen, in unserer Landeshauptstadt haben, Und das uns wirklich alle anderen beneiden. Und wo hunderttausende von jungen Menschen kommen und sich inspirieren lassen, ich finde, da ist es wichtig, dass wir immer wieder darüber reden und stolz darauf sind und dankbar dafür sind, dass das mit so viel Engagement vorangebracht wird. Jetzt auch gerade so Sie als Ingenieur, wenn Sie sich ein Exponat ausdenken könnten, entwickeln könnten, wie würde das aussehen? Was wäre das? Ja, das ist gar nicht so einfach. Da ich jetzt sozusagen von der Hardware und Software alles gemacht habe, muss es sozusagen beides sein. Ich finde, was ganz spannend ist, Wenn man sich heute ansieht, Programmierung wird einfacher, Low-Code hilft es sozusagen, sehr schnell Lösungen zu finden. Und ich habe das verbinden mit einer Anwendung, früher war es das Hochregallager, das war ein bisschen langweilig vielleicht heute, aber einer technischen Anwendung. So würde ich mir das vorstellen. Ich habe was, wo ich den Gedanken, den ich habe, umsetzen kann in eine digitale Softwarelösung und danach sehe, wie es hardwaremäßig umgesetzt wird. Weil das ist, glaube ich, das, was das Verständnis schafft, dass die Problemstellung, die Idee der Lösung funktioniert. Die Umsetzung und dann das praktische Anwenden. Das ist glaube ich etwas, was auch zeigt, welchen Spielraum auch junge MINT-Fachkräfte dann haben, weil die müssen nicht alles machen, aber sie können sich begeistern für sozusagen, bin ich eigentlich derjenige, der konzeptionelle Lösungen entwickelt oder will ich derjenige sein, der hinterher ganz praktisch, technisch sagt, wie kann ich das eigentlich umsetzen. Also da habe ich die ganze Vielfalt in einem Projekt. Ja, finde ich sehr spannend. Nehme ich direkt mal mit auf jeden Fall und gebe das weiter und vielleicht sehen wir das dann ja. Wenn wir jetzt mal so ein bisschen die Ideen Expo ausklammern, was für Maßnahmen brauchen wir denn, um junge Menschen in Niedersachsen noch stärker für technische Berufe, für Ausbildung wieder zu begeistern? Ich glaube, dass natürlich die Schule eine ganz entscheidende Rolle spielt. Und zwar in der Schule im Sinne von, wie gelingt es uns, inhaltlich was rüberzubringen? Ich habe das bei mir beschrieben. Warum habe ich mich für die Elektrotechnik interessiert? Weil ich Physik faszinierend fand. Und warum fand ich Physik faszinierend? Weil wir Dinge machen konnten. Weil wir Labore hatten. Weil wir praktische Dinge machen konnten. Heute ist vielleicht vieles so, dass man sagt, Geht das überhaupt? Kann man das selber machen? Muss man. Man muss das selber machen, sonst fasziniert das nicht. Und das Zweite ist, ich muss Orientierung geben in Schule. Das heißt, das Thema Berufsorientierung wird eine wichtige Rolle spielen. Was kann ich denn mit der Begeisterung für MINT überhaupt morgen anfangen? Und da muss es drittens Möglichkeit sein, das praktisch auszuprobieren. Also gerade Praktika spielen eine große Rolle. Und wenn es geht, Praktika nicht nur während der Schulzeit, sondern vielleicht der eine oder andere, der sagt, ich nutze auch die Ferien dafür. Ich mache das mal und probiere das mal aus. Und deswegen kommt der Schule eine zentrale Bedeutung zu. Ich glaube aber auch dem persönlichen Umfeld. Da sind nicht mehr alleine nur die Eltern. Freundeskreis, Erkanntenkreis, Verein, also alles das, was eine Rolle spielt, da sollten wir viel stärker über das reden, was wir auch beruflich machen, damit man andere auch fasziniert für das, was sich hinter diesem Beruf verbirgt. Und deswegen glaube ich, Ideenexpo braucht auch ein bisschen Vorarbeiten und die Vorarbeit muss tatsächlich auch in Schule und Gesellschaft stattfinden. Haben Sie damals irgendwelche Praktika gemacht? Ja, ich habe auch Praktika gemacht. Das war... Wir hatten ein zweiwöchiges Praktikum in der Schulzeit und ich wollte unbedingt Fernmeldetechniker werden. Ich wollte immer was in dem Bereich werden und dann haben die sich irgendwie vertan und ich bin bei der Post gelandet. Das war durchaus auch faszinierend, das Kontakt zu vielen Menschen, aber es war für mich auch klar, das will ich nicht machen. Also das nicht gemachte Praktikum hat mir auch geholfen, mich dafür zu entscheiden, dass ich es auf jeden Fall machen will. Ist ja auch immer eine Hilfe. Ja, total. Du musst auch wissen, was dir nicht so entspricht, um zu wissen, dass das andere vielleicht noch wichtiger für dich ist. Jetzt haben wir gerade schon so ein bisschen gelernt, als Ministerpräsident ist es auch wichtig, mal so ein bisschen rauszoomen zu können. Wie sieht es denn in Niedersachsen als Wirtschaftsstandort aus? Wo stehen wir gut da, aber vor allem auch, wo haben wir vielleicht noch so ein bisschen Nachholbedarf, dass wir sagen, da müssen wir dann doch vielleicht nochmal so ein bisschen anpacken, aber das kriegen wir hin. Also wir sind ein breit aufgestellter Standort. Das Thema Mobilität spielt eine große Rolle. Automobilindustrie wirklich als Standort hervorragend aufgestellt. Aktuelle Situation extrem schwierig, wissen wir. Wo sind die sozusagen Herausforderungen? Stichwort Antriebstechnologie, Batterietechnologie, ganz zentrales Thema, weil da sind wir schon nicht schlecht, da können wir noch besser werden. Digitalisierung als ganz wesentlicher Schlüssel, glaube das war es mechanisch notwendig, das können wir einfach, weil wir das immer bewiesen haben. Aber Mobilität im Schiffbau, da sind wir verdammt gut aufgestellt, gerade durch die Entwicklung, wir sehen das mit der Meyerwerf-Kreutzschatz-Schiffbau, aber wir sehen das eben auch im Bereich des Schiffbaus für die Bundeswehr, für die Marine und wir sehen das im Luftfahrtbereich. Total spannender Bereich, weil wir machen hier Zukunftstechnologie, modernste Werkstoffe wie CFK, modernste Antriebstechnologien, wie sieht eigentlich das zukünftige Triebwerk vielleicht als Brennstoffzellentriebwerk aus. Also nur mal diesen Bereich rausgegriffen. Jetzt könnte ich noch über Ernährung reden, jetzt könnte ich noch über viele andere Bereiche, Gesundheitswesen reden, aber gerade nur dieser Bereich rausgegriffen. Da sind wir nicht nur Auto, sondern Vielfalt. Bahn könnte man auch noch nennen, Braunschweig, zentraler Bereich. Wir sind immer Innovation dabei. Und wo haben wir vielleicht noch so ein bisschen Nachholbedarf? Ich würde gar nicht sagen Nachholbedarf. Ich würde eher sagen, wo sind wir, machen wir noch nicht das aus dem, was wir können, was wir vielleicht machen können. Wo wir noch mehr Potenzial haben. Das sehe ich zum Beispiel im Bereich der medizinischen und gesundheitstechnischen Anwendung. Das sind nämlich oft Bereiche, gerade wenn wir über Innovation reden, wo wir sehr lange Entwicklungszyklen haben. Und da gelingt es uns oft nicht, die guten Ideen, die wir in den Universitäten haben, in Deutschland, in Niedersachsen die Praxis umzusetzen, weil wir oft sozusagen den Rahmen nicht setzen. medizinische Erprobung, finanzielle Ausstattung. Und deswegen verlieren wir vieles zum Beispiel auch in die USA. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Also wie schaffen wir das in Zukunftsfeldern, in denen wir von der Grundlage Interesse der jungen Leute, Ausbildung, Studium, Wissenschaft gut sind, noch stärker in die Anwendung und in die Berufe zu kommen. Jetzt kommen wir zu einer Kategorie, die mag ich besonders immer sehr, sehr gerne. Und zwar kriegen wir immer eine Frage von unserem vergangenen Gast eingereicht. Wir werden später noch einen von Ihnen einsammeln für den nächsten Gast. Und die Kategorie heißt so. Sie haben Post. Und zwar kommt die Frage von einem, ich würde mal sagen, guten Bekannten, wenn nicht sogar mehr. Ja, hallo, mein Name ist Sebastian Lechner. Ich bin der Oppositionsführer in Niedersachsen und ich würde gerne von dir wissen, wie du in den Tag startest. Jeder Mensch hat eine spezielle Morgenroutine. Würde mich einfach mal interessieren, was deine ist. Cool, Sebastian. Ja, das beantworte ich gerne, weil sie tatsächlich im Grunde jeden Tag gleich ist. Ich bin ja die Woche über wohne ich in Hannover. Und am Wochenende, wenn dann Wochenende frei ist, bin ich zu Hause bei meiner Familie. Viertel nach fünf klingelt der Wecker. Das ist nicht auszuschließen, dass ich nochmal drauf drücke. Dann stehe ich auf, kommt das, was man immer macht, morgens duschen. Und dann kommt das ganz Entscheidende, ich bügel mir jeden Morgen ein Hemd. Auch immer selber? Immer selber, ja. Das mache ich immer. Ich habe vor Jahren mal die Hemden abgegeben in der Reinigung. Darf man gar nicht sagen, aber... war jetzt nicht so begeistert, also habe ich gesagt, das mache ich lieber selber. Und ich mache nicht irgendwie abends fünf Hemden, damit ich fünf Tage lang Hemd habe, ich mache das jeden Morgen. Das gehört irgendwie dazu. So, dann habe ich jetzt seit neuestem dann das Morgenmagazin an, dann habe ich schon die ersten wichtigen Informationen oder ich höre NDR Info, um darüber die ersten Informationen zu haben. Aber das ist sozusagen das Ritual. Und dann geht es um halb sieben los ins Büro und dann beginnt der normale Wahnsinn quasi mit vielen Terminen. Aber mein typisches Ritual am Morgen ist das selber frisch gebügelte Hemd. Das würde ich mal sagen zu... 99,99 Prozent weiß ist. Also kann ich sagen, sieht top aus, keine Falten. Dankeschön, das ist schon mal ein großes Lob, das freut mich. Jetzt sind Sie ja wirklich auch mit Begeisterung dabei. Was macht denn an Ihrem Job besonders Spaß? Also das Großartige ist schon, dass man ganz breit Kontakte hat, ganz viele Menschen trifft, das aufgreifen kann und mitnehmen kann und, das ist das Schöne dabei, in das Umsetzen kommt. Es gab ja auch mal die Gelegenheit, mal was anderes zu machen. mal auszusteigen aus der Politik. Und dann überlegt man, das fasziniert mich eigentlich so daran. Und die Chance, selber Verantwortung zu übernehmen, nicht für andere eine Botschaft zu kommunizieren und andere entscheiden, sondern selber Verantwortung zu übernehmen. Ehrlicherweise ist das natürlich auch dann im Ernst immer nicht ganz ohne, weil du entscheidest dann eben auch. Aber das ist das Faszinierende. Und das eben nicht, indem man sich selbst Gedanken alleine macht, sondern ganz viele Menschen hat, mit denen man kommuniziert, ein Riesennetzwerk hat. Das macht großen Spaß und Wenn es etwas weniger Probleme hat als aktuell, dann wird es vielleicht sogar noch mehr Spaß machen. Aber ich glaube auch, das kriegen wir in Niedersachsen gemeinsam hin. Ich bin da guter Dinge. Wir kommen auch schon zur letzten Frage. Es hat großen Spaß gemacht, aber wir müssen so ein bisschen auf die Uhr schauen. Und zwar jetzt nochmal hinten raus an die Jugendlichen gerichtet. Wenn wir denen jetzt nochmal eine Botschaft mit auf den Weg geben können, was würden Sie denen gerne sagen? Habt Spaß an dem, was ihr macht und macht das zukünftig, woran ihr wirklich Freude habt. Und um das zu wissen, woran ihr wirklich Freude habt, da reicht es nicht nur zuzuhören, wenn andere was erzählen. Probiert es aus. Und so viele Beispiele gibt es nicht. Praktika, rein in Betrieb, Unternehmen ansprechen. Aber wenn ihr mal alles zusammen sehen wollt, geht ihr zur Ideen Expo, dann habt ihr den breiten Überblick. Und ich glaube, der ganz große Teil der Schülerinnen und Schüler, das wird euch auch so gehen, der hat hinterher ein viel besseres Gefühl, wozu er eigentlich Lust hat und was ihm am Ende auch Spaß macht. Super. Vielen Dank, Olaf Lies. Gern geschehen.
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