Sebastian Lechner: „Man kann in der Politik wirklich etwas bewegen“
Shownotes
Für eine neue Folge des IdeenExpo-Podcasts „Zukunft Orange“ waren wir zu Gast im Niedersächsischen Landtag. Dort haben wir mit Sebastian Lechner, Landesvorsitzender der CDU Niedersachsen, gesprochen. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen sein persönlicher Weg in die Politik, aktuelle Herausforderungen und Zukunftsthemen für Niedersachsen sowie die Frage, welche Rolle Formate wie die IdeenExpo dabei spielen, jungen Menschen Orientierung zu geben und sie für ihre eigenen Zukunftswege zu begeistern.
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Super. Zukunft Orange, heute von einem Ort, der wie kaum ein anderer hier in Niedersachsen für große Entscheidungen steht.
Wir sind heute zu Gast im niedersächsischen Landtag mit einem Gast, der hier richtig was bewegt. Als Landesvorsitzender der CDU Niedersachsen ist er mittendrin in großen Debatten von Bildung über Wirtschaft bis hin zur Digitalisierung und natürlich auch ein Stammgast bei der DEN-Expo.
Herzlich willkommen, Sebastian Lechner. Herzlich willkommen. Und bevor ich jetzt ganz, ganz viel erzähle, Sebastian, stell dich doch am liebsten selber mal in zwei, drei Sätzen vor.
Blitzporträt. Was ihr über mich wissen solltet. Ja, Sebastian Lechner, verheiratet, drei Kinder, Volkswirt von Beruf, warmer Unternehmer und auch selbstständig, kann deswegen der Ideen-Expo viel abgewinnen.
Und ansonsten liebe ich den Fußball und esse gerne Schokolade. Das ist ja schon mal eine gute Voraussetzung für ein interessantes Gespräch.
Bei der Ideen-Expo sind wir auch viel dabei, so Ideen erstmal zu schaffen, einzupflanzen, zu schauen, wo wollen wir überhaupt hin.
Wie hat denn das bei dir angefangen mit diesem Interesse für Politik, dass du jetzt wirklich dann auch hier gelandet bist?
Also tatsächlich... ist das ein Prozess gewesen. Ich habe mir kein Plakat von Franz Josef Strauß über das Bett gehängt, sondern ich hatte ehrlicherweise bis zum 20.
Lebensjahr von Politik nicht viel mit zu tun. Ich habe elektronische Musik gemacht, habe das gemacht, was man als junger Mensch macht und mich mit vielen Dingen beschäftigt, aber hatte Politikunterricht und ich muss tatsächlich heute zugeben, dass die Politiklehrerin, auch Gemeinschaftskundelehrerin, Frau Strack hieß sie damals, mich selbst politisiert hat.
Sie hatte immer so wunderbare Gedichte von Droste Hülshoff und Texte vorgelesen und mit denen war ich überhaupt nicht einverstanden.
Und dann ging es los, dann merkte man, das bewegt einen irgendwie, da hat man auch eine andere Einstellung und da will man auch was ändern.
Und dann ging es los und man fragte irgendwann mal einer meiner Kumpels, weil er das mitbekommen hat, willst du nicht mal mitkommen zur Jungunion?
Und ich so, was ist das? Ja, das ist die Jugendorganisation der CDU. Gut, man war ein bisschen vorgeprägt vom Elternhaus und da habe ich gesagt, okay, schaue ich mir mal an und dann ging es los.
Wie alt warst du da so? 21. Und dann bist du quasi vom Techno-DJ quasi in die Politik reingestolpert. Wie ging es dann weiter? Techno-DJ, ein bisschen übertrieben, aber ich habe auf dem Abi-Ball aufgelegt und so Dinge.
Also genau, dann kriegt man das mit und dann durfte ich relativ schnell in den Wahlkampf einsteigen.
Also meine Anfangsjahre waren 2002, das war der der dritte Landtagswahlkampf, bei dem Christian Wulff antrat.
Und ich habe mich dann gleich bereit erklärt und gesagt, gut, das will ich mal miterleben, das will ich mal mitmachen.
Und dann habe ich den Mercedes-Bulli gefahren, mit dem die Mikrofonanlage war, die wir aufgebaut haben vor den Veranstaltungen von Christian Wulff.
Und ob wir das gut oder schlecht gemacht haben, sah man dann, ob es pfiff oder nicht. Und dann bin ich mit ihm tatsächlich von August 2022 bis...
Januar bis zum Ende der Landtagswahl durch Niedersachsen getourt. Und das fand ich schon unfassbar spannend, auch Christian Wulff da mitzukriegen.
Diese Dynamik in so einem Landtagswahlkampf, auch die emotionalen Lagen. Wir waren total frustriert bis August, bis Schröder dann seinen Steuervorschlag machte.
Dann ging es immer mal wieder bergauf für uns. Das fand ich sehr stark. Und dann bin ich Kreisvorsitzender geworden der Jungen Union und dann geht das so seinen Weg.
Wenn man einmal drin ist, dann kommt man gar nicht mehr raus. Ja, wenn es einen fasziniert. Ich war wirklich angefixt dann in dieser Zeit, weil ich merkte, da geht es richtig um was.
Es geht jetzt um Niedersachsen, in welcher Richtung das bekommt. Das ist mein Heimatland, mein Geburtsland. Und wir hatten einfach das Gefühl, wir können richtig was, wir können was reißen, wir haben was vor.
Christian symbolisierte das auch und das hat mich total angefixt. Ich habe gesagt, guck mal, in der Politik kann man was bewegen. Kann was machen, manchmal brauchen wir langen Atem, aber da geht was.
Und dann ist man dabei geblieben. Ja, Christian Wulff, ja auch einer der Gründerväter der Ideenexpo. Jetzt habe ich schon mal gehört, du wolltest auch gerne mal Fußballer werden zum Beispiel, stand vieles im Raum.
Könntest du sagen, was du nicht geworden oder was du geworden wärst, wenn du jetzt heute nicht hier sitzen würdest?
Das ist ziemlich klar. Wenn ich heute hier nicht sitzen würde, wäre ich wahrscheinlich als Unternehmer unterwegs gewesen.
in der Wirtschaft. Das war ich ja auch davor. Wir waren Geschäftsführer einer Gesellschaft, eines T-Handelsunternehmens. Das haben wir 2018 dann verkauft. Aber ich denke mal, dass ich mich unternehmerisch betätigt hätte.
Mein Bruder macht das in Berlin. Das glaube ich, würde ich heute machen, wenn ich nicht gerade jetzt gerade Politik mache.
Aber du bist jetzt auch wirklich schon seit vielen Jahren auch sehr, sehr aktiv in der Politik. Gab es so einen Moment, wo du dir gedacht hast, ja genau, genau deswegen mache ich das jetzt hier.
Also wo du wie so eine kleine Erleuchtung dann quasi hattest, wo du dachtest, ja genau deswegen? Ich glaube tatsächlich der Wahlabend 2003 im Januar, als wir dann diese Landtagswahl gewannen.
Und das war schon eine großartige Stimmung an dem Abend. Und dann hat man erstmal realisiert, oh Mann, jetzt geht hier was Neues los.
Wir haben damals 48 Prozent gekriegt, kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Und fast alle Mandate direkt gewonnen und Und Christian war glücklich, David tanzte und man hat gesagt, jetzt ist hier Aufbruch.
Und dann kam ja auch ein Aufbruch. Wir haben eineinhalb Jahre gleich richtig losgelegt. Und das fand ich schon ein Schlüsselerlebnis. Darum geht es. Also es geht in der Demokratie darum, dass man kämpft für politische Konzepte, kämpft sich einsetzt, versucht Mehrheiten zu gewinnen, weil man überzeugt ist, das ist der richtige Weg.
Und wenn man diese Mehrheiten dann für diesen Weg kriegt, dann ist das schon eine gute Sache, ja. Was sind dazu die Zukunftsthemen auch, die euch hier gerade so am meisten beschäftigen?
Jetzt hier im Landtag viel über das Thema wirtschaftliche Entwicklung. Wir haben ja eine angespannte Lage, Industrie, Mittelstand. Wie kommen wir da raus? Wie kommen wir wieder zu Wirtschaftswachstum?
Was können wir da auch als Land für tun, wenn es um die Infrastruktur geht, wenn es um Innovationspolitik geht, wenn es um die Ideen-Expo geht, wenn es um gute Forschungs- und Wissenschaftslandschaft, gute Bildung geht, aber auch tatsächlich sehr viel Sicherheitsthemen.
Wir sind ja mittlerweile mit einer Sicherheitslage konfrontiert, wo wir eigentlich vor ein paar Jahren wahrscheinlich gedacht haben, das holt uns nicht mehr ein.
Ist aber der Fall. Hybride Angriffe, ein stetig sinkendes Sicherheitsgefühl, das sind Dinge, die uns hier im Landtag umtreiben.
Und da müssen wir jetzt Antworten finden. Und das sind zwar aktuelle Themen, aber für die Zukunft unglaublich wichtig, weil ohne Sicherheit gibt es keine Freiheit und ohne Freiheit keine Innovation.
Und wir wollen schon, dass unsere Kinder in einer sicheren und freien Welt aufwohnen. Jetzt bist du ja auch selber bei der letzten Ideen Expo gewesen, bist auch Familienvater.
Inwiefern merkst du auch, dass das so diese junge Generation treibt aktuell? Ich glaube, ich bin ja, meine Kinder sind jetzt 8, 11 und 13.
Beim 13-Jährigen geht es jetzt los, den will ich jetzt auch zur Ideen Expo dann auch schleppen. Also man merkt schon, bei meinen Kindern noch nicht, aber wenn man so mit vielen Jugendlichen spricht, da ist schon eine große Unsicherheit auch, weil sie glaube ich selbst auch diese Lage so nicht kennen.
Also dass wir wirklich mal wieder darüber sprechen, dass wir die Wehrdienstzeit wieder einführen müssen, weil wir eine Bedrohungslage für Europa haben, sind glaube ich Themen, die die jungen Leute umtreiben, die wir uns wahrscheinlich auch vor zehn Jahren noch gar nicht so gestellt haben.
Die Frage, wo bleibe ich, wo ist mein Platz, wie geht das weiter, wo kann ich mich einbringen, wo kann ich wirklich auch was schaffen, da spüre ich schon große Unsicherheit und es ist unsere Aufgabe, da wieder ein bisschen mehr Sicherheit auch zu geben.
Was würdest du den Jugendlichen, die das jetzt hier gerade hören und selber so eine Unsicherheit in sich tragen, gerne mal sagen?
Trotz dieser Unsicherheit, die man ja gerade auch als junger Mensch oft erlebt, weil man sich erstmal neu selbst sortieren muss, weil man seinen Lebensweg noch nicht kennt und so weiter, immer optimistisch und zuversichtlich bleiben.
Also es gibt immer irgendwo eine neue Chance, es gibt immer einen neuen Weg, es gibt immer etwas, was man selbst im Kleinen und im Großen bewegen kann.
Hauptsache man tut es und macht es und es ist völlige Zeitverschwendung, pessimistisch und defizitistisch durch das Leben zu rennen.
Jetzt haben wir gerade schon über die Zukunft gesprochen. Warum ist denn Niedersachsen für dich so ein richtiges Zukunftsland? Also grundsätzlich erstmal, das ist mein Heimatland, ich bin hier geboren und ich halte das für eines der aufstrebenden Bundesländer in Deutschland.
Ich war in meinem Leben auch mal wohnhaft in Bayern, in Baden-Württemberg, auch mal in Hessen. Und hatte immer das Gefühl, dass diese Länder so vom Impetus her, selbst vor sich her tragen, dass sie eigentlich die besten Bundesländer Deutschlands sind und habe nie verstanden, warum das nicht mein Heimatland ist.
Und wir haben alle Chancen dafür, gerade jetzt. Wir haben die Fläche an See und auf Land, was Energiepolitik angeht, was Industrieansiedlung angeht, da auch andere Chancen zu nutzen, erneuerbare Energien.
Wir haben hier oben das Gasnetz liegen, weil die Pipelines von Norwegen ankommen. Wir sitzen auf dem größten Salzstock Europas, wo wir Wasserstoff einspeichern können.
Wir haben eine tolle Forschungslandschaft, viele tolle mittelständische Unternehmen und eine Jugend, wie man auf der Ideen-Expo sieht, die in der Lage ist, auch tolle, innovative Ideen selbst zu entwickeln.
Das müssen wir zusammenbinden. Es gibt überhaupt keinen Grund, warum Bayern und Baden-Württemberg immer den ersten Platz sind.
Ich möchte, dass diese Länder unseren Atem im Nacken spüren, wenn wir sie überholen. Insofern glaube ich, dass Niedersachsen Riesenchancen hat.
Wir müssen sie jetzt nur nutzen. dass wir auch dann vielleicht wieder mit so ein bisschen breiterer Brust dann nach vorne gehen können.
Gut, wir Niedersachsen sind jetzt nicht so ein Markus Söder, das liegt uns jetzt von der Mentalität her nicht, aber wir müssen unser Licht nicht unter den Scheffel stellen.
Und ich glaube, also es ist wirklich, man kann das gut vernetzen, man kann die wirtschaftlichen Chancen nutzen, mit einem guten Bildungssystem verbunden, gibt es, glaube ich, hier eine wirtschaftliche Entwicklungschance, die so kaum ein anderes Bundesland hat.
Das müssen wir jetzt auf den Weg bringen. Wenn du jetzt hier bei uns in Niedersachsen ansprichst, eine Sache politisch sofort ändern könntest, was wäre es?
Eine Sache sofort politisch ändern? Ich glaube, die Schulabbrecherquote. Die ist mir zu hoch. Wenn acht Prozent der jungen Menschen ohne Schulabschluss von der Schule gehen, dann bedeutet das, dass sie kaum eine Zukunft haben.
Wenn ich mir etwas wünschen würde, dann das. Dass wir es schaffen, dass wir es ändern können, dass jedes Kind eine Ausbildung bekommt, einen möglichen Weg bekommt, dass es in die Lage versetzt, seine Neigung, seine Motivation noch reinzubringen.
Wir dürfen da kein Kind verloren geben. Wie kriegen wir das hin? Ja, indem wir meistens, aus meiner Sicht, frühzeitiger ansetzen. Das geht schon bei der Sprache los.
Wir schulen viel zu viele Kinder ein, die nicht in der Lage sind, unsere Sprache zu sprechen. Das sind mitnichten nur Kinder mit Migrationshintergrund.
Da haben wir auch vorgeschlagen, verpflichtende Sprachstandsfeststellung und dann eben auch im letzten Jahr vor der Grundschule eine Förderung, eine Sprachförderung, die alle Kinder in die Lage versetzt, in die Grundschule eingeschult zu werden.
Und so, dass sie Deutsch beherrschen können. Das ist der erste kleiner Step. Wenn ich das nicht hinkriege, dann bin ich mein ganzes Schulleben breiflich benachteiligt.
Und dann eine kluge, gute, verlässliche Schule, digital unterstützt, mit einem Unterricht, der nicht dauernd ausfällt, sondern der funktioniert.
Das sind alles Dinge, das sind grundlegende Dinge, die wir im Moment nicht organisiert bekommen und die wir organisiert bekommen müssen.
Jetzt hast du gerade eben auch schon gesagt, Du möchtest langfristig, dass Bundesländer wie Bayern so ein bisschen, du hast es so schön gesagt, unseren Atem im Nacken spüren.
Wir sind ja auch wirklich ein Zukunftsland, aber was müssen wir vielleicht auch jetzt tun, damit wir auch in 20 Jahren langfristig dann auch wirklich da nah dran sind und gut aufgestellt sind?
Es gibt drei, vier, fünf Dinge. Erstens unsere Infrastruktur, die muss gut ausgebaut und klug ausgebaut werden. Dazu gehören Bahnschienen, Ding, digitales Internet, also Internet, Breitband.
Da glaube ich, haben wir noch ein bisschen was nachzuholen. Zweitens die gute Bildungspolitik, die ich eben geschildert habe. Jede Jeden Monat, den wir da verlieren, verlieren wir auch Chancen.
Dann unsere Hochschulen stärken, Innovationscluster ausbauen und sich auf den Weg machen, die besonderen wirtschaftlichen Chancen, die wir bei erneuerbaren Energien, bei Wasserstoff haben, eben dann auch konsequent zu nutzen.
Ich glaube, man kann das anders machen als die Landesregierung jetzt. Man kann das auch entschiedener, motivierter, engagierter und zielgenauer machen.
Dazu muss man aus meiner Sicht den Menschen ein bisschen mehr Freiraum wiedergeben. Vor allen Dingen auch Zutrauen und Vertrauen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit dieser Art, auch der Bürokratisierung etc., wie wir das heute machen, werden wir es nicht nutzen können.
Und deswegen schlagen wir hier im Landtag auch regelmäßig Dinge vor, wo wir mal Regeln komplett abschaffen können.
Einfach nur, weil wir der Auffassung sind, dass die allermeisten Menschen mit den Dingen so umgehen können, dass wir ihnen das auch zutrauen und vertrauen können.
Und wir müssen uns hier in Hannover nicht immer aufspielen als irgendwelche Leute, die meinen, dass das nicht der Fall ist.
Also ein bisschen auch die Barrieren dann abzubauen. Ja, Barrieren, Freiraum schaffen. Freiraum für Innovationen, Freiraum für Dinge auch mal auszuprobieren, Freiraum um zu investieren.
Natürlich geht da auch mal was schief. Da wird auch mal ein Fehler gemacht. Aber das muss man dann aus meiner Sicht dann aushalten und nicht gleich wieder eine bürokratische Vorschrift machen, um dann alle da mitzubestrafen, die diesen Fehler nicht gemacht haben.
Also ich glaube, wir brauchen in diesem Land da wirklich eine grundlegende Agenda des Zutrauens und Vertrauens.
Und die schiebt ihr jetzt auch in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren dann weiter voran? Dafür haben wir schon eine Menge Vorschläge gemacht und wir arbeiten jetzt unseren Niedersachsenplan aus, wo wir auch 10 bis 15 Ideen präsentieren wollen auf verschiedensten politischen Feldern, die diesem Leitgedanken folgen und die dann aber auch mal vielleicht ein neuer Ansatz sind.
Ein bisschen Innovation, auch der Grundgedanke der Ideenexpo, ein paar neue Wege gehen, damit es dann auch erfolgreich wird.
Jetzt hast du mir gerade schon so eine kleine Steilvorlage gegeben, die Ideenexpo angesprochen, Innovation angesprochen.
Erinnerst du dich noch an deinen ersten Ideenexpo-Besuch? An meinen ersten? Oh. Ich erinnere mich noch ganz gut an meinen letzten. Wir können doch gerne über den sprechen.
An meinen ersten. Ich war schon öfter da. Ich wollte einfach mal kramen, wann man diese Exponate und so weiter gesehen hat und wie das so war.
Aber an meinen letzten erinnere ich mich, glaube ich, noch ganz gut. Genau, wir gehen jetzt ja im kommenden Sommer in die zehnte Veranstaltung.
Ja. Was meine These bestätigt, dass es nicht so einfach ist, sich an die erste zu erinnern. Das stimmt, das stimmt. Was macht denn für dich dieses Event so besonders und vor allem auch so wichtig?
Es ist ja wie so ein Leuchtturmprojekt für Niedersachsen und hat ja kein anderes Bundesland in der Form.
Nee, es hat kein anderes Bundesland. Es ist einzigartig und zeigt einfach zu welcher Ideenkraft, auch Innovationskraft wir imstande sind und auch viele junge Menschen imstande sind.
Und ich finde es immer total faszinierend, wenn man darüber läuft, erstens mitbekommt, wie fasziniert auch die Jungen sind.
schon davon sind, wie viel Lust sie haben, auch da mitzumachen und gleichzeitig dann einfach reinschnuppern kann in diese ganzen tollen Ideen.
Und ich komme da immer ganz beseelt wieder von diesem Tag und ich glaube, so geht es vielen. Und man soll nicht nur beseelt kommen, sondern auch motiviert.
Wenn das ein bisschen auch Motivation gibt für viele andere junge Leute, sich dann auch auf den Weg zu machen und zu sagen, Mensch, das ist doch toll, das probiere ich auch mal aus, da kann man ja richtig was machen mit.
Ich habe auch eine tolle Idee und will die in die Tat umsetzen. Ich glaube, das ist der Geist, der da trotzdem notiert werden soll.
Und wenn wir das schaffen, dann ist viel erreicht. Ja, auch so in diese strahlenden Augen zu blicken, die dann vielleicht auch gerade was zum ersten Mal ausprobieren und da vielleicht so ein kleiner Funk entzündet wird, das reicht ja meistens dann schon.
Genau, die strahlenden Augen. Kennt jeder Vater bei den eigenen Kindern. Es gibt nichts Schöneres als strahlende Augen. Und wenn man das sieht, man auf der Ideen Expo oft ja volles Interesse, man wird total vertieft in die Dinge und so.
Teilweise gar nicht mehr ansprechbar von außen. Genau. Gibt es da irgendwie einen Moment, ein Exponat, ein Erlebnis, an das du besonders gerne zurückdenkst?
Ja, sehr, sehr viele. Aber letztes Mal durfte ich schweißen. Also im Moment hat man so eine Maske aufgekriegt und so 3D schweißen.
Das ist ja gar nicht so einfach. Und dann muss man die Schweißnaht da ziehen. Und da habe ich großen Respekt davor, wer das jeden Tag macht.
Und dann wurde man da angeleitet mit so einem besonderen optischen Verfahren. Und da ging es auch ganz leicht. Also konnte das so ein Laie wie ich auch. Und das ist eine der wichtigsten Tätigkeiten, die wir auf der Industrie haben.
Das fand ich spannend, ja. Jetzt wird ja auch sogar immer unter Wasser geschweißt, auch bei den Expos, dann steht da so ein großer Container, aber ich glaube, da darf keiner ausprobieren, da lassen sie dann doch lieber die Profis ran.
Ich habe zum Glück nicht in den Container geschweißt. Wenn du jetzt so ein Exponat entwickeln dürftest, so ein Sebastian Lechner Exponat oder ein Stand, wie würde der Stand oder das Exponat aussehen?
Was brauchen wir bei den Expos? Also ich muss ehrlicherweise zugeben, dass ich unfassbar fasziniert bin von dem, was wir im Bereich Robotik in der Welt erleben.
Künstliche Intelligenz ist ja schon einmal mal auch Einschüchternis, aber auch ein unfassbar faszinierender Fortschritt.
Aber wenn man sich mal anguckt, was da jetzt bei den humanoiden Robotern vor sich geht und wie gut die schon in der Bewegung sind, wie die trainiert werden und so weiter, dann finde ich das unfassbar faszinierend.
Also insofern würde sich wahrscheinlich ein Sebastian Lechner-Exponat irgendwo darum um einen humanoiden Roboter bewegen, weil ich glaube, dass das die nächste große Revolution dann wird.
Wie interagieren wir mit denen? Wie gehen wir mit denen um? Wie nehmen wir die wahr? Integrieren wir die in unseren Alltag? Was können die da? Das ist ja unfassbar. Auch in der Produktion allein, was die da reißen können.
Das ist unfassbar. Also das wird, glaube ich, der nächste richtig große Schub. Und da sollten wir auch vorne mitspielen. Auch als Deutschland können wir auch mit unserem Maschinenbau, auch mit unserer Forschung.
Und das sollten wir nicht anderen Ländern überlassen. Ja, oder vielleicht auch nicht nur als Deutschland, sondern auch direkt wie als Niedersachsen.
Exakt. Jetzt sitzt du ja quasi gerade mir gegenüber, heißt direkt an der Quelle. Wenn du einen Wunsch für die Ideen Expo 2026 äußern könntest, welcher wäre es?
Einen Wunsch für die Ideen Expo 2026. Ich würde dieser Veranstaltung wünschen, dass so gut wie jedes Kind in Niedersachsen sie besucht.
Das ist ein sehr schöner Wunsch. Ich hoffe mal, der geht in Erfüllung, aber dann brauchen wir, glaube ich, nochmal größere Halden, wenn wirklich jedes Kind kommt.
Aber das kriegen wir hin. Ich würde gerne noch einmal so einen kleinen Blick mit dir zurückwerfen. Der Startschuss. Wir haben gerade schon mal so ein bisschen über deine Jugend gesprochen und würden das gerne noch mal so ein bisschen vertiefen und so ein bisschen mehr auf deine Schulzeit schauen.
Wie genau waren das bei dir in der Schule? Was hattest du so für Lieblingsfächer? Was für ein Schüler warst du? Warst du eher der Klassenclown? Warst du eher der ruhige Introvertierte?
Warst du in vielen AGs? Hast du da viel noch immer nebenher gelernt? Wie warst du damals so drauf? Also Klassenclown würde ich jetzt nicht sagen. Introvertiert war ich allerdings auch nicht.
Meine Lieblingsfächer waren doch naturwissenschaftlich orientiert. bisschen gekämpft mit den Fremdsprachen. Das bereue ich heute sehr, weil ich glaube, das ist etwas, was sehr wichtig ist, also gerade auch Englisch.
Aber Mathe, Physik, Biologie, ich fand das immer, da konnte der Lehrer nicht reininterpretieren. Beim Deutschaufsatz haben wir gesagt, ich finde den super, der Lehrer, nö, nö, nö, hier anders.
Habe ich nie verstanden, die Bewertungsmatrixen da, aber bei Physik und Mathe war klar. Ergebnis richtig, Ergebnis falsch, der Körper fliegt oder nicht.
Das ist einfach so. Und das fand ich immer gut. Und deswegen hatte ich am Ende auch Mathe, Physik, Leistungskurse. Das war schon ein bisschen Outstanding dann auch.
Also dann quasi auch so Fächer, wo man wirklich weiß, woran man ist und was Handfestes hat, was dann niemand irgendwie dann...
Das ist völlig klar. Das ist richtig oder falsch. Wenn du sagst, dein Elster war 13, richtig? Ja. Wie hat sich die Schule bei dem auch vielleicht verändert?
Also was war, wo du jetzt auch drauf schaust, du bist ja nah dran, Was war vielleicht damals anders, als es auch jetzt ist in der Schule?
Und wie findest du das? Das ist eindeutig. Wir haben keine Social Media gehabt. Ich glaube, allein das Leben auf dem Schulhof, das war bei uns geprägt.
Wir haben mit so einem komischen Tennisball gekickt. Eigentlich jede Pause haben wir da irgendwie Tore abgesteckt und dann haben wir gekickt.
So ein bisschen was gegessen, mal da zu unterhalten. Das war schon in Ordnung. Wenn ich jetzt ab und zu mal bei meinen Söhnen auf dem Schulhof bin, ich meine, jetzt haben sie zum Glück das Handyverbot an der Schule mit eingeführt, aber davor...
Das sind die Alleinzelnen, die vor ihren Handys waren, haben da getickert. Dann kriegen die WhatsApp, dann kriegen sie was bei Social Media, an Videos und so weiter.
Das ist schon anders. Ganz heute Chat-GPT nutzen für deinen Schulalltag, was bedeutet das? Für die Referate und so weiter, für dein Vorgehen. Das ist ja allein, was die Technik angeht, völlig anderer Schulalltag als zu unseren Zeiten.
Deswegen auch komplizierter und schwieriger, finde ich. Und auch mit größeren Ablenkungen versehen und auch oftmals mit größeren Herausforderungen.
Für uns war es damals schon eine Riesenrevolution, als dann für Referate Wikipedia da war plötzlich, wo man sich dann schon Sachen zusammensammeln konnte, Quellen finden konnte.
Aber das ist jetzt ja wirklich nochmal eine ganz andere Dimension. Bin mir gar nicht sicher, ob ich Wikipedia genutzt habe. Wann ist Wikipedia entstanden? 2002 oder so? Naja, also... Fügen wir nach.
Genau, wir haben mal auf dem Atari Fußballmanager gespielt. Ja, das war die Technik. Um jetzt nochmal so ein bisschen das Thema zu wechseln. Wir kommen jetzt zu meiner persönlichen Lieblingskategorie.
Wir sammeln nämlich jede Folge eine Frage ein von unserem letzten Gast. Und unser letzter Gast war auch ein ganz toller Gast. Da waren wir nämlich in einer Werkstatt.
Und zwar waren wir zu Gast bei Jonas Winkler, einem der größten deutschen Handwerks-YouTuber. Und der hat eine Frage mitgebracht. Sie haben Post. So, die würde ich dir einmal kurz vorspielen.
Ich bin Jonas Winkler und ich würde von dir super gerne einmal wissen, wann warst du das letzte Mal so richtig schön im Urlaub?
Alleine oder mit einer Person? Und wo warst du? Also alleine war ich natürlich nicht im Urlaub, sondern Familienurlaub. Das ist noch gar nicht so lange her. Wir waren in den Herbstferien waren wir in Portugal an der Westalgarve.
In dem, was wir nicht wussten, war anscheinend einem der größten Surferparadies Europas. So war es da auch. Aber es war unfassbar erholsam. Und man konnte ganz schön auf den Atlantik gucken.
Es gibt wunderbare Urlaubsorte in Niedersachsen, aber ab und zu treiben wir uns auch mal in Europa um.
Was sind da so in Niedersachsen deine Top-Reiseziele? Wir sind jedes Jahr an der Nordsee. Tatsächlich oben im Friesischen, also vor Wangerooge. In Schilling, Schillig, so heißt es.
Und wir sind auch öfter mal einfach nur einen Tag, weil das von uns zwei Stunden entfernt liegt, fahren wir mal einen Tag morgens nach Cuxhaven, Dunen und legen uns dann da an den Strand.
Und wenn das Schneewetter uns heult ist, dann nutzen wir auch immer mal wieder die Rodelbahn im Harz.
Das machen wir unfassbar gern. Also man kann da sehr, sehr viel machen. Und wir wohnen ehrlicherweise auch am Steinhuder Meer. Ich will hier mal eine Lanze brechen.
Eine der schönsten Urlaubsregionen Niedersachsens. Absolut. Und da kann man sich auch ganz wunderbar beschäftigen. Jetzt hast du ja gerade die Frage von Jonas Winkler gehört.
Und du wirst ja ganz oft ganz viel gefragt, auch von Journalisten, auch in der Politik generell. Gibt es denn eine Frage, die du anderen Menschen besonders gerne stellst?
Ich finde es immer faszinierend, wie Menschen in den Tag starten. welche Morgenroutinen sie haben. Deswegen würde ich wahrscheinlich jetzt meinen Gast, von dem ich ja nicht weiß, wer es ist, einfach mal fragen, wie startet er eigentlich morgens in den Tag?
Wie lange braucht er ein Bad? Was zieht er an? Wie ist der Prozess? Jeder Mensch hat da ein anderes Ritual. Und diese Morgenroutinen sind, glaube ich, ganz spannend zu erfahren.
Die stelle ich jetzt mal direkt zurück. Wie startest du in den Tag? Ja, Tatsächlich, also ich stehe so gegen halb sieben auf, etwas verschlafen.
Das Erste, was ich dann brauche, ist ein Glas warmes Wasser. Ich kann das nur jedem empfehlen, das hilft. Und dann muss aber auch schnell in den Tag gestartet werden, weil dann wollen meine Kinder zur Schule.
Meine Frau geht um sieben aus dem Haus und dann muss ich Brotboxen machen und ähnliches. Essen tue ich ja erstmal noch nichts. Und wenn dann alle so gegen acht aus dem Haus sind, dann frühstücke ich noch schnell abends.
ziemlich andusche und dann geht's raus. Und dann bist du auch schon hier und das ist, glaube ich, auch was viele interessiert.
Wie sieht denn so ein typischer Arbeitstag von dir dann hier aus? Nimm uns mal ein bisschen mit. Ja, also um viertel nach acht, halb neun raus aus dem Haus.
Außer ich habe mal den Luxus, dass ich auch mal vom Homeoffice vormittags mal arbeiten kann. Dann muss man nicht sofort aus dem Haus. Dann sind wir meistens entweder hier im Landtag.
Die Vormittage sind dadurch geprägt, dass man sich da um Dinge kümmert, die auf dem Schreibtisch liegen.
Reden, schreiben, Reden, korrigieren, Anträge, Inhalte, mal ein bisschen nachdenken darüber. Ab und zu mache ich ehrlicherweise auch Sport. Tatsächlich mal vormittags, freitags und montags.
Und dann geht es so gegen Mittag meistens raus nach Niedersachsen, hat man ganz viele Termine und dann geht das auch länger.
Also so vier bis fünf Abende in der Woche haben wir immer Abendveranstaltungen. 18, 19, 20 Uhr nochmal irgendwo im Land und dann fahren wir von dort aus wieder nach Hause.
Also es kann dann mal um 9 Uhr zu Ende sein, es kann auch mal um 8 Uhr zu Ende sein, es kann aber auch regelmäßiger eher gegen 10 oder 11 Uhr zu Ende sein.
Da gibt es auch ein paar Wochenendtermine. Man hat was zu tun. Dir wird dann nicht langweilig? Nee, aber es kommt einem aber nicht so vor, als ob das...
jetzt so ein elend langer Stiefel ist, sondern ich mache das einfach gerne und bin auch gerne unterwegs, bin auch gerne vor Ort, weil man einfach unfassbar viel lernt, viele tolle Menschen trifft und so.
Und dann glaube ich, ist das alles gut bewältigbar. Was macht dir denn an deinem Job besonders Spaß? Also was würdest du sagen, ist so das Highlight des Tages für dich hier?
Das Highlight des Tages? Tatsächlich, also ich glaube, es gibt kaum einen anderen Job, wo man die Gelegenheit hat, in so viele unterschiedliche Lebensbereiche Einsicht zu gelangen.
Das ist manchmal bedrückend, auch manchmal auch beschwerend, manchmal ist es faszinierend, aber im Kern gehen einem alle Türen auf.
Man kann immer überall fragen, das ist faszinierend. Da muss man natürlich das auch schnell zusammenbinden und das auch relativ flott auffassen können alles.
Aber das macht es aus. Und da lernt man einfach unfassbar viele Menschen kennen, die tolle Ideen haben, die schon toll was bewältigt haben, die was einbringen wollen, die einem auch eine Botschaft mitgeben, die einen bereichern.
Und das ist es eigentlich. Das ist das Highlight. Wenn ich am Tag Menschen treffen kann, Medien austauschen kann, dann ist das meistens das Highlight des Tages.
Nicht immer, aber meistens. Mit das schwerste, diese ganzen Eindrücke dann auch irgendwann mal zu sammeln, zu verarbeiten, gerade wenn du dann so spät nach Hause kommst und das auch so runterzubrechen und für die Politik auch vielleicht dann so mitzunehmen und zu verbalisieren dann.
Das ist wohl der Schmerz. Das Schmerzte ist eigentlich das Nachhalten. Also sie kriegen ja dann ganz viele Ideen und dann muss da ja auch was erfolgen.
Also ich finde es immer schrecklich, wenn Leute einem eine Botschaft vortragen oder eine Idee vortragen, die man selbst auch faszinierend findet und dann folgt daraus nichts.
Das ist ja für alle frustrierend. Und deswegen muss man schon gucken, dass man das nachhalten kann, dass man das auch verwendet, dass es auch Feedback gibt.
Und dafür habe ich aber ganz wunderbare Mitarbeiter überall, die uns ein Jahr dabei unterstützen. Und ohne die ging das alles gar nicht. Aber die sind da. Die machen das jeden Tag mit großer Freude.
Und das hilft dann sehr. Es ist auch sehr schön, dich jetzt hier mal zu sprechen und quasi dann der Quelle gegenüber zu sitzen.
Was bewegt denn die Menschen in Niedersachsen? Du kriegst es ja quasi mit wie kaum ein anderer. Also ich würde sagen, ganz vorneweg, dass das Leben ein bisschen teurer geworden ist.
Also viele Menschen. Budgetböners, Wohnungskosten, Lebenshaltungskosten. Auch wenn ich schaue, was wir jetzt an Lebensmittelkosten im Monat ausgeben für unsere fünfköpfige Familie, das ist schon hart.
Das bewegt viele, verbunden mit der wirtschaftlichen Unsicherheit, weil eben auch viele Arbeitsplätze im Moment zumindest unsicher sind in der Industrie.
Wir sind von der Autoindustrie geprägt, das ist ein großes Land, der Autoindustrie geht es nicht gut.
Dann Sicherheitsdebatten und auch oftmals das Thema Gesundheitsversorgung, also der Zugang zu Fachärzten, zu Hausärzten, Krankenhausstruktur.
Ist die Struktur so, dass wenn ich einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall habe, dass schnell auch Rettung kommt?
Das sind Dinge, die bewegen die Menschen und auf die müssen wir Antworten finden. Und zwar spürbar. Und das ist die Herausforderung in der Politik. Spürbar ist oft nicht einfach, weil auch die Bundesregierung, wenn ich mal in dem Als Beispiel, die beschließt ja sehr viel, bringt viele Gesetze auf den Weg.
Aber bis das tatsächlich merklich das Leben auch ändert, da gehen sehr, sehr viele Monate und noch Zeit ins Land.
Und man kann eigentlich diese Kausalketten gar nicht mehr nachvollziehen. Also wenn in den zwei Jahren Wirtschaftswachstum da ist, wer weiß dann noch, dass das wahrscheinlich an den Entscheidungen lag, die Bundesregierung im Herbst 2025 getroffen oder nicht getroffen hat.
Das macht Politik ein bisschen schwieriger. Das macht es leider auch anfällig für Extremisten und Populisten, weil sie dann da einfache Antworten finden können.
Hilft nichts. Also wir müssen spürbare Veränderungen hervorrufen. Aber gab es da so einen Moment, wo du da mal so eine Veränderung wirklich gespürt hast, die du mit angeschoben hast und dann einfach da stolz drauf warst, da jetzt auch dann einen Ertrag zu sehen?
Ja, also bevor ich Fraktionsvorsitzender war, haben wir ja mitregiert in der großen Koalition. Und da war ich inpolitischer Sprecher und durfte das Polizeigesetz verhandeln mit Boris Pistorius damals.
Und da haben wir uns sehr stark gemacht für die Einführung der Bodycams zum Beispiel bei den Polizisten.
Das war damals umstritten, weil die Leute gesagt haben, ich brauche so eine Kamera nicht und wozu und sowas.
Aber als wir das eingeführt haben, als sie auch geliefert wurden, war es dann schön zu erleben, dass die Polizisten einem dann auch gesagt haben, es ist gut, dass sie das gemacht haben.
Wir haben das immer da. Das eskaliert auch und so. Und dann haben auch die Gegner, das fand ich das Spannendste, die haben dann gesagt, es ist gut, dass es die gibt, weil die nimmt ja die Situation auf und dann kann das auch gerichtlich nachgeprüft werden.
Zur Sicherheit auch für beide Seiten. Genau, für beide Seiten. Das fand ich faszinierend. Und dann merkt man schon, dass man auch Dinge ändern kann.
Super. Ja, wir kommen leider langsam schon zum Ende. Es hat großen Spaß gemacht, aber ich kann dich hier nicht gehen lassen, ohne dir noch eine letzte Frage zu stellen.
Ich dachte, das waren schon die schlimmsten Fragen. Jetzt kommt noch ein netter hinten raus. Und zwar... Stell dir vor, du könntest eine Push-Nachricht erstellen, die quasi an die Handys von allen Jugendlichen hier bei uns in Niedersachsen rausgeht.
Was würde da drinstehen? Die an alle Jugendlichen in Niedersachsen rausgeht. Was würdest du denn gerne mal auf dem kurzen Dienstweg, sage ich mal, mitteilen, sagen?
Auf dem kurzen Dienstweg? Ist das eine kurze Push-Nachricht? Wahrscheinlich, ne? Ja, vielleicht das, was ich vorhin auch gesagt habe. Zuversichtlich bleiben. Optimistisch bleiben.
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Sehr schön. Schönes Schlusswort. Vielen Dank, Sebastian Lechner. Vielen Dank. Cool. Ich hoffe, das war alles in deinem Sinne.
Ja, ist wunderbar. Ich war gut, dass ich mich hören konnte. Das war... Du kannst ja hier... Scheiße. Scheiße. Ist viel besser so. Ja, auch wenn du quasi zu weit weg bist, ne?
Ja, exakt. Du merkst, wann du zu weit weg bist, wann du drangehst und so. Du kannst mit deiner Stimme spielen. Was ich noch ganz gerne machen würde, ich würde gerne noch einmal die Frage von dir für den nächsten Gast so einmal einsammeln, dass du dich noch einmal vorstellst.
Hallo, mein Name ist Sebastian Lechner. Ich würde gerne von dir wissen, die Blablub. Weißt du, dass wir das noch einmal als Aufnahme haben? Das ist das Geilste. Ist auch noch Olaf Liese.
Aber ich weiß immer noch nicht, wer es ist. Nein, nein, nein, ist gut. Einfach los, oder wie? Ja, hallo, mein Name ist Sebastian Lechner, ich bin der Oppositionsführer in Niedersachsen und ich würde gerne von dir wissen, wie du in den Tag startest.
Jeder Mensch hat eine spezielle Morgenroutine und ich würde mich einfach mal interessieren, was deine ist.
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